20. Juli 2004

Moralische Verurteilung des 20. Juli

 

 

1. Am 20. Juli wird das verbrecherische Mittel (Ermordung des Stenographen Dr. Berger, des Generalobersten Korten, des Generals Schmundt und des Obersten Brandt, sowie die versuchte Ermordung Adolf Hitlers) und nicht der heilige Zweck (Errettung des Deutschen Reiches) gefeiert.

 

2. Adolf Hitler war voller Todesverachtung. Ihn erregte nicht die Tatsache, daß ihm nach dem Leben getrachtet wurde, sondern im Gegenteil, daß die Attentäter nicht bereit waren, ihn mit ihrer mitgeführten Pistole zu erschießen. Fassungslos stand er vor der Tatsache, daß die Ermordung unschuldiger Kameraden der Verschwörer seiner persönlichen Exekution vorgezogen wurde.

 

3. Die Attentäter scheiterten, weil ihr Widerstand Moment des Überwundenwerdens war. Die Attentäter hatten keinen alternativen Systementwurf; sie wollten nicht nur das Deutsche Reich (mit Posen, Elsaß-Lothringen und Südtirol) und die Deutsche Volksgemeinschaft retten, sondern auch den Nationalsozialismus. Dies unterstreicht die Sinnlosigkeit ihres Tuns. Daß es sich bei den Attentätern um Demokraten handelte, ist jedoch frei erfunden.

 

4. Insofern waren die Mörder des 20. Juli bestenfalls Narren, die das Deutsche Reich durch das antike Motiv des Tyrannenmordes retten wollten. Es war aber kein Tyrann vorhanden, sondern ein Diktator, dessen harte Maßnahmen durch die Ausnahmesituation des Deutschen Reiches (Kriegserklärung des internationalen Judentums gleich 1933) von Anfang an samt und sonders gerechtfertigt waren. Verehrungswürdige Helden sind die Mörder nur für die Kollaborateure, die sich mit den Feinden des Reiches gemein gemacht haben.

 

5. Allein die längst widerlegte Lüge, die Alliierten hätten Krieg gegen Hitler, nicht aber gegen das Deutsche Reich geführt, ließ die Mörder des 20. Juli vorübergehend in besserem Licht erscheinen. Churchill selbst war es, der dem Putschanführer Stauffenberg in das Grab spuckte, indem er höhnte, daß zu Stauffenbergs Bedingungen auch Hitler Frieden geschlossen hätte.

 

6. Ein erfolgreicher Putsch hätte direkt zum Bürgerkrieg geführt. Allein Stauffenbergs wahnwitziger Befehl an die Wehrmacht, die Waffen-SS zu entwaffnen, ist dafür Beleg genug. Ein Bürgerkrieg hätte die Beendigung der Volksgemeinschaft durch die Deutschen selbst bedeutet. Die Fronten wären zusammengebrochen. Alle Erfolge, alle Opfer seit 1933 wären sinnlos geworden. Die Deutschen wären ruhm- und ehrlos von der Bühne der Weltgeschichte abgetreten, Spott und Verachtung der Plutokraten und Bolschewisten wären ihre verdiente Strafe gewesen.

 

7. Weil es anders kam, werden die Deutschen gehaßt, aber gefürchtet. Denn die Wiederauferstehung, die 1933 gelang, kann sich jederzeit wiederholen, der Mythos Hitler ist lebendiger denn je. Beklagt sich ein Deutscher über die Ordnungslosigkeit des gegenwärtigen Interregnums, sagt er laut: „Einen kleinen Hitler könnten wir schon wieder brauchen." Es gibt aber keinen kleinen Hitler, sondern nur einen, und der war und ist groß: ein "welthistorisches Individuum" (Hegel). Und so wächst auch unter der Jugend die Zahl der Bewunderer Adolf Hitlers von Tag zu Tag.

 

8. Aus der Fortexistenz des Deutschen Reiches einerseits und seiner Handlungsunfähigkeit andererseits folgt, daß jeder einzelne Reichsdeutsche das Recht und die Pflicht hat, nach dem mutmaßlichen Willen des Deutschen Reiches zu handeln. Die scheinbar nicht an das Recht gebundene sog. höhere Moral der Feinde, die selbst zum Mord berechtigen soll, fällt auf ebendiese Feinde zurück: die Geschäftsführung ohne Auftrag für das Deutsche Reich berechtigt in letzter Konsequenz auch dazu, die Feinde des Deutschen Reiches und Verräter des Deutschen Volkes zu töten. Erst die Wiederherstellung der Handlungsfähigkeit des Deutschen Reiches wird die Wiederherstellung des europäischen Rechts einschließlich seines Kriegsvölkerrechts sein, die allein diesen gefährlichen Zustand beenden kann.

 

 

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