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Deutsches Kolleg
25. März 2001
Endlösung der Judenfrage
Gotteserkenntnis
statt Judenhaß
Horst Mahler
Kleinmachnow am 25. März 2001
Dieser Vortrag sollte
vor der Konferenz revisionistischer Historiker am 3. April
2001 in Beirut gehalten werden. Die Zusammenkunft wurde
von der libanesischen Regierung am 23. März 2001 verboten.
Wehe! Mordechai ist
übermütig geworden und
von seinem Sieg geblendet. Er übersieht die
Zeichen der Zeit.
Sehr geehrte Damen
und Herren,
ich danke den
Veranstaltern dieser Konferenz für die Einladung.
Es ist für mich eine hohe Ehre, Gast im Kreise von
Menschen zu sein, die sich der Suche nach der geschichtlichen
Wahrheit verpflichtet fühlen und bereit sind, dafür
persönliche Risiken und schmerzliche Beeinträchtigungen
ihrer Lebensführung in Kauf zu nehmen.
Im Internet (1)
fand ich am 17. März 2001 eine bemerkenswerte Nachricht.
Danach sollen sich der Jüdische Weltkongress, die
Anti-Defamation League, das Simon Wiesenthal Center,
Abgeordnete des US-Kongresses sowie die US-Regierung
bei der Libanesischen Regierung dafür eingesetzt haben,
diese Konferenz zu verhindern.
Damit bin ich
beim Thema meines Vortrages.
Botschafter Stuart
E. Eizenstat, US-Unterstaatssekretär für Wirtschaftliche,
Geschäftliche und Landwirtschaftliche Fragen – ein
Jude -, hat in einer am 21. Mai 1998 vor Absolventen
der Yeshiva-Universtität gehaltenen Rede voller Stolz
festgestellt,
das Volk
von Israel stelle zum ersten Mal seit der Zerstörung
des Zweiten Tempels reale Macht dar, die von Juden
ausgeübt werde.
Er sprach von
dem „bemerkenswerten Übergleiten der Juden vom Rande
in den Mittelpunkt des amerikanischen Lebens, in dessen
Mittelpunkt wiederum Juden stünden, die traditionelle
jüdische Werte gleichermaßen hochhielten wie amerikanische
Werte. (2)
Das muß uns nicht
gefallen, zumal diese Macht sich hinter dem Nebelvorhang
wohltönender Worte wie „Aufklärung“, „Toleranz“, „Emanzipation“,
„Moderne“, „Menschenrechte“, „Freihandel“ und „Globalismus“
versteckt und aus dem Verborgenen heraus die Nationen
und Völker angreift und zerstört.
Um nicht die in
den USA lebende Bevölkerung mit der Verantwortung
für die Machenschaften dieser Macht zu belasten, ist
es unerläßlich, ihr einen eigenen Namen zu geben.
Sie heiße, wie Altbundeskanzler Helmut Kohl sie genannt
hat: „Ostküste“
Nach zweitausend
Jahren der Zerstreuung unter die Völker haben die
Stämme Israels die Welthirtschaft (Oberlercher) erlangt.
Wie von George Washington und Benjamin Franklin befürchtet,
haben sie sich im Huckepack-Verfahren die Macht der
Vereinigten Staaten von Amerika - die gewaltigste,
die die Welt je gesehen hat - angeeignet.
Seit dem Aufkommen
des Geldsystems haben es die Stämme Israels verstanden,
aus Kriegen, die sie finanziert haben, stets auf beiden
Seiten als Sieger hervorzugehen, obwohl sie nie gefochten
haben.
Diese staunenerregende
geschichtliche Leistung verdient Anerkennung. Müßten
die sozialdarwinistischen Rassetheoretiker ihr Überlegenheitsschema
nun nicht ändern? Wäre nach ihren Kriterien der von
den Juden während einer zweitausendjährigen Geschichte
des zähen Wucherns, Schacherns, Geldverleihens, Intrigierens
und Zersetzens erzielte Erfolg etwa nicht der Beweis
für die Überlegenheit der semitischen Rasse im Überlebenskampf?
Aber in der Biologie
gibt es nichts zu erkennen. Aus der Beobachtung des
naturhaften Lebens sind nur krude Erfahrungssätze
zu gewinnen, die immer nur solange einige Bedeutung
haben, bis sich Erscheinungen zeigen, die ihnen widersprechen.
Diese eigentlich naheliegende Betrachtung sollte die
Erörterung der Judenfrage endlich freihalten von allen
Versuchen, das typisch jüdische Verhalten aus den
Genen der Semiten zu erklären
Der Aufstieg der
Juden zur Weltmacht ist nicht biologisch zu erklären.
Die Zurückführung der Geschichte auf „eherne Naturgesetze“
läßt uns dort blind sein, wo die Werke des Geistes
zu besichtigen sind.
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E s ist
die jüdische Religion - also eine konkrete Geistesgestalt
- , die die über den ganzen Erdball verstreuten
Juden durch die Jahrtausende in dem Bewußtsein
erhalten hat, das auserwählte Volk Jahwes zu
sein.
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Dieses Bewußtsein
erweist sich im weltlichen Erfolg der Juden als eine
gewaltige Kraft, die in der Rückschau der zweitausendjährigen
Geschichte nach der Zerstörung des Zweiten Tempels
ihren Stempel aufdrückt. . Die Katastrophe des Deutschen
Reiches ist nicht zu verstehen, wenn der jüdische
Geist nicht verstanden wird. Der Niedergang Europas
ist dann ebensowenig zu verstehen. Und auch der bevorstehende
Untergang der USA würde ohne Einsicht in das Wesen
des jüdischen Geistes ein unlösbares Rätsel bleiben.
Diese Bedeutung
der Religion für die Welthirtschaft der Judenheit
sollte uns darüber belehren, daß die Religion nicht
gering zu achten, vor allem nicht für eine Privatsache
zu halten sei. Daß die Gojim diesen Gedanken als Toleranzgebot
akzeptieren, ist das Geheimnis der jüdischen Überlegenheit.
| Das Bewußtsein,
von Jahwe auserwählt zu sein, läßt die Juden sich
als Nation begreifen, gleichwohl sind sie es nicht.
Nation ist
ein Volk als Person, d.h. im Verhältnis wechselseitiger
Anerkennung mit anderen Nationen. Der Auserwähltheitswahn
schließt diese wechselseitige Anerkennung aus.
Das ist der Grund, warum die Juden als Juden
nie eine Nation sein können. Im Bewußtsein,
das auserwählte Volk zu sein, bilden sie vielmehr
die Anti-Nation, die als solche der spirituelle
Feind aller wahren Nationen ist. Bleiben diese
ohne ein hinreichendes Feindbewußtsein, sind
sie der Antination wehrlos ausgeliefert und
werden von ihr zersetzt und schließlich vernichtet.
Um diesen
Zustand der Wehrlosigkeit aufrechtzuerhalten,
setzt die Ostküste alles daran, die Judenfrage
zu tabuisieren. Wo immer Anzeichen eines kritischen
Blickes auf die Judenheit sich bemerkbar machen,
sind die jüdischen Organisationen zur Stelle,
um – wie sie es sehen – diesen Brandherd zu
löschen.
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Ich habe die Einladung,
vor dieser Runde zu sprechen, angenommen, weil ich
versuchen möchte, Sie davon zu überzeugen, daß es
notwendig ist, im Kampf gegen diesen Feind die Front
zu verlagern, um ihn an einer Stelle anzugreifen,
an der er nicht verschanzt ist. Es ist zugleich der
Ort, an dem wir allein den Sieg davontragen können.
Es wird dort ein Kampf sein, in dem Menschen – insbesondere
die Juden - nicht sterben, sondern zu sich selbst
befreit werden: ein Kulturkampf.
Wir können den
Judaismus nur mit seinen eigenen Gedanken schlagen,
indem wir sie den Juden vorhalten und – Juden wie
Nichtjuden – die Einseitigkeit ihres Geistes einsichtig
machen.
Die gläubigen
Juden selbst sehen sich in ihren heiligen Schriften
als negatives, zersetzendes Element unter den Völkern.
Sie nennen ihren heiligen Berg „Berg Sinai“ „Das ist
ein Berg, auf den der Haß gegen die Völker der Welt
herabgestiegen ist“. Sie nennen ihn auch „Berg Horeb“,
„weil dort für die Völker der Welt Zerstörung herabgestiegen
ist. (3)
Wir würden uns
dieser Negativität schämen. Weil nach der christlichen
Lehre alle Völker die geliebten Geschöpfe Gottes sind,
würde uns der Gedanke, daß wir anderen Völkern Zerstörung
bringen, peinigen. Die Juden sind da anders. Sie glauben,
daß Jahwe „zornig und ergrimmt ist über alle Heiden,
die er zur Schlachtung dahingeben wird, daß der Gestank
von ihren Leichnamen aufsteigen wird und die Berge
von ihrem Blute fließen (Jes. 34,2-3).
Gläubige JUDEN
können den Gedanken an das Verderben der GOJIM genießen.
Sie bekennen sich zu ihrer Rolle als Zerstörer der
Völker.
Sie bringen durchaus
folgerichtig auch ihr Verfolgungsschicksal mit dieser
Negativität in Verbindung, das nur die Kehrseite ihrer
Auserwähltheit ist. In der Vulgata im Buch Ester (StzuEst
1, 4) lesen wir über eine Maßnahme des persischen
Großkönigs Artaxerxes gegen die in seinem Reiche lebenden
Juden:
Wir vernahmen
also, daß sich ein einziges Volk gegen alle Welt stellt,
verkehrte Gesetze hält und unsern Geboten ungehorsam
ist, wodurch es großen Schaden tut und Frieden und
Einigkeit in unserm Reich stört. Deshalb haben wir
befohlen: Alle, die Haman, der Höchste nach dem König,
der über alle Provinzen gesetzt ist und den wir wie
einen Vater ehren, benennen wird, sollen mit Weib
und Kind durchs Schwert der Feinde ohne alles Erbarmen
umgebracht und niemand verschont werden, und zwar
am vierzehnten Tag im Adar, dem zwölften Monat, in
diesem Jahr. So sollen diese ruchlosen Menschen an
einem einzigen Tag erschlagen werden und damit unserm
Reich den Frieden zurückgeben, den sie gestört haben.
Die Überlegenheit
der jüdischen Machtpolitik besteht nun darin, daß
sie den uns eigentümlichen Schamreflex für sich nutzt.
Sie bestärkt durch eine geschickte Propaganda in uns
die Vorstellung, daß wir den jüdischen Menschen Unrecht
tun, wenn wir die Negativität des Judaismus wahrnehmen
und thematisieren.
Als politische
Menschen haben wir aber allen Grund, uns mit der Macht,
insbesondere mit der Globalmacht, der Ostküste, zu
befassen – ohne Scheuklappen und ohne Haß. Denn bis
zum Beweis des Gegenteils müssen wir davon ausgehen,
daß das Vorhandensein einer die Welt dominierenden
Macht für uns als Deutsches Volk konkrete Gefahr bedeutet
– zumal wenn wir in Rechnung stellen, daß die Ostküste
ganz gewiß keine freundschaftlichen Gefühle für unser
Volk hegt.
Diese
Macht bedient sich zwar der Lüge als Waffe.
Aber sie beruht nicht auf der Lüge. Ihre Macht
beruht vielmehr auf dem Glauben, das auserwählte
Volk zu sein, und auf der geistigen Schwäche
der Gojim-Völker, die nicht mehr an Gott glauben.
Atheismus
ist die Ausmordung der Gojim-Völker durch
Jahwe
Der Glaube,
daß da kein Gott sei, daß der Mensch aus sich
heraus zu erklären sei (Humanismus), daß die
Welt zu erkennen sei ohne Rückgriff auf den
Begriff des Absoluten Geistes (Gottes), ist
der Sieg des Judaismus über die Völker. Im
Atheismus hat Jahwe seine Konkurrenten, die
Götter der Gojim-Völker, aus dem Felde geschlagen.
Diese sind allein aus diesem Grunde wehrunfähig
dem Globalismus ausgeliefert und dem Untergang
geweiht.
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Dieser Sieg über
die Götter der Gojim aber ist zugleich die endgültige
Niederlage des Judaismus. Die ihrer Götter beraubten
Völker – allen voran das Deutsche Volk – erleiden
im Gottestod gegenwärtig den Volkstod. Dieser Volkstod
aber ist nur der Durchgangspunkt zu neuem Leben. Er
ist die Auferstehung der Völker im Geiste der idealistischen
Philosophie. Diese ist begriffene Religion und damit
die Überwindung aller religiösen Gegensätze.
Die Völker werden
in dem geschichtlichen Augenblick die Ostküste besiegen
und sich vom weltlichen Gott der Juden, von Mammon,
befreien, in dem sie erkennen, daß jedes geschichtsmächtige
Volk eine konkrete Gestalt Gottes ist (Deutscher Idealismus:
Herder, Hegel).
Nun weiß ich wohl,
daß sich in der „aufgeklärten Wissenschaftlergemeinde“
allerheftigste Widerstände gegen diesen Gedanken erheben.
Aber gerade dieser gedankenlose Reflex, mit dem sich
der zeitgeistliche Atheismus vor dem Einspruch des
Denkens zu schützen versucht, ist das Siegeszeichen
des Judaismus. Atheismus ist – wie zu zeigen sein
wird – nur auf dem Boden des jüdischen Prinzips denkbar.
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Der Geltungsanspruch
des Atheismus ist mit einer einfachen Überlegung
abzuweisen:
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Blaise Pascal
hat richtig bemerkt, daß die Nichtexistenz Gottes
ebensowenig zu beweisen ist, wie seine Existenz. Also
ist die Option für den Satz: „Gott ist nicht“ ebenso
eine Glaubensentscheidung wie die Wahl des Satzes:
„Da ist ein Gott – ewig, unendlich, allmächtig allwissend
und allgegenwärtig“.
Diese Einsicht
liegt im Begriff des Beweisens: Im herkömmlichen Sinne
gilt etwas, das zunächst ungewiß erscheint, als bewiesen,
wenn es logisch zwingend in eine vorhandene Gewißheit
einbezogen werden kann (Nichtung des Zweifels). Da
es aber eine Gewißheit "vor" oder "über" Gott, aus
der Gott bzw. seine Nichtexistenz erschlossen werden
könnte, nicht gibt, ist die Rede vom Gottesbeweis
(und/oder des Beweises von der Nichtexistenz Gottes)
in der hier gefaßten Bedeutung sinnlos.
Nach dem Satz
des Cartesius "cogito (ergo) sum" (Ich denke (also)
bin ich.) bin ich mir nach allem Zweifeln, indem ich
denke, unmittelbar als seiend gewiß. Das ist die einzige
unmittelbare Gewißheit, an der jeder Zweifel zuschanden
wird, denn Zweifeln selbst ist Denken. Der Zweifel
verläßt folglich nicht den Raum, in dem ich denke
und dadurch meiner gewiß bin.
Auf diese unmittelbare
Gewißheit ist alles gestellt. Hegel hat den Gedanken
des Cartesius aufgegriffen und den wahrhaften Begriff
des Beweises entwickelt: nach ihm ist Beweisen ein
Aufzeigen dessen, was in der unmittelbaren Gewißheit
liegt, die ICH ist. Nichts kommt von außen hinzu.
Betrachtet wird nur, was unmittelbar im Bewußtsein
ist, so wie jeder es unmittelbar in sich vorfindet,
wie es ihm ohne die Eindrücke von vermeintlich äußeren
Gegenständen gegeben ist. Von diesem Zustand sagen
wir, daß das Denken rein bei sich sei.
Sie werden die
Erfahrung bestätigen, daß dieses Denken unablässig
vor sich geht – auch in unseren Träumen - , von uns
willkürlich nicht anzuhalten ist. Es ist - mit einem
Ausdruck von Hegel - absolute Aktuosität. Hier sei
ein Wort zur Bedeutung des Begriffes „Denken“ angefügt.
Denken ist nicht eine Beschäftigung des Bewußtseins
neben anderen, so als würde man sagen können: jetzt
beschäftige ich mich eine Stunde mit Mathematik, danach
eine weitere mit Hauswirtschaft, danach mit den schönen
Künsten und zum Schluß dann auch noch eine Stunde
lang mit Denken. So ist es nicht. Denken ist die durchgehende
Tätigkeit des Bewußtseins, die in der Beschäftigung
mit Mathematik ebenso gegenwärtig und wirksam ist,
wie in der Befassung mit Hauswirtschaft, oder mit
den schönen Künsten, ebenso wenn ich mich mit dem
Denken als solchem beschäftige, also Philosophie treibe.
Dabei ist Denken immer sich selbst gleich, nie außer
sich, nie ein Anderes, ein zweites–drittes-viertes
Denken etwa.
Wenn Denken in
dem beschriebenen Sinne mein Bewußtsein durchwirkt,
von mir aber willentlich nicht angehalten werden kann,
dann muß ich daraus schließen, daß diese Aktuosität,
welche das Denken ist, mich als Subjekt, als Ausgangspunkt
von Willen, übersteigt (transzendiert), in diesem
Sinne außer Reichweite meines Willens ist. Ich kann
also sagen: „ETWAS denkt mich. ICH ist dieses ETWAS
in dem Sinne, daß Denken ICH ganz und gar ausfüllt,
ICH in sich keinen Bezirk hat, in dem dieses Denken
nicht gegenwärtig und tätig ist. ICH kann diesem Denken
Richtung geben, indem es beschließt, über dieses und
jenes nachzudenken. ICH kann dieses Denken aber nicht
in der Weise dirigieren, daß es bestimmt, welche Resultate
des Denkens ICH für richtig und welche es für falsch
ansieht. Diese Überzeugungen stellen sich unabhängig
vom Willen ein. ICH ist in diesem Sinne gegen das
Denken machtlos. ICH kann auch nicht wollen, daß Denken
in ihm aufhöre. Darin zeigt sich, daß ETWAS außer
meiner Subjektivität ist. Dieses ETWAS ist zwar auch
ICH, aber zugleich übersteigt es ICH und ist mehr
als dieses. ICH ist mit seinem Innersten – mit seinen
Überzeugungen – dem Denken ohnmächtig hingegeben .
Jenes ETWAS bedient sich des ICH, um im Denken bei
sich zu sein.
Mit diesen Betrachtungen
habe ich nur aufgenommen, was in meinem Denken liegt,
das mir deshalb ebenso gewiß ist, wie ich mir meiner
selbst als seiend gewiß bin. In meiner Gewißheit ist
also ETWAS, das mich übersteigt – ein Transzendentes.
Dieses sei GOTT genannt. GOTT ist so vorerst nichts
anderes und nicht mehr als dieses von mir beschriebene
ETWAS.
Die weitere Entwicklung
des Denkens wird hier nur angerissen. Es ist nicht
erforderlich, daß das Folgende auch sogleich begriffen
wird. Der Gang der Gedanken soll nur anklingen. Die
Resonanz wird sich bei dem einen früher, bei dem andren
später oder auch gar nicht einstellen. Das ist im
Augenblick unwichtig.
Das Bewußtsein
unterscheidet sich als Denken von seinem Gegenstand:
Ich denke, indem ich über „etwas“ nachdenke, habe
also in meinem Denken stets und notwendig ein „Anderes“,
den Gedanken, den ich denkend bewege. Also ist in
meinem Bewußtsein auch Unterschied. Sie werden es
nicht erleben, daß Ihrem Denken dieser Unterschied
in sich abgeht.
Diese Dreiheit
- ICH, der „Gegenstand“ und der Unterschied beider
- liegt allem zugrunde. Aus ihr erwachsen mannigfaltige
Unterscheidungen, deren Momente ebenfalls diese Dreiheit
in sich haben. Aber ebenso heben sich die Unterschiede
an sich wieder auf und die unterschiedenen Momente
gehen in einer höheren Einheit zusammen: z.B. mein
Gegenstand, der Gedanke, den ICH im Denken wälzt,
ist selbst vom Denken erzeugt und nur ein im Denken
durch ununterbrochenen Denkaufwand dauernder Zustand
des Bewußtseins. Daß dieser unablässige Denkaufwand
notwendig ist, erlebe ich, wenn mir „der Faden verloren
geht“, der Gedanke, den ich gerade noch bedacht hatte,
plötzlich ins momentane Vergessen eintaucht. In dieser
Erkenntnis ist der Unterschied, den ich zwischen ICH
als Denken und dem Gegenstand des ICH, dem Gedanken,
gemacht hatte, an ihm selbst verschwunden. Beide Momente
sind Denken in unterschiedlicher Gestalt usw. usf.
Denken ist dieses
Unterscheiden und das Beziehen der Unterschiedenen
auf sich und aufeinander, wodurch die Unterschiede
aufgehoben sind. Durch dieses schrittweise Aufzeigen
wird für unser Bewußtsein schließlich ein Ganzes,
ein System, das alles enthält, wie es im Denken aus
dem einfachen Anfang [„Das reine Sein und das reine
Nichts ist dasselbe.“] durch fortschreitende Konkretisierung
der in ihm liegenden Momente mit Notwendigkeit hervorgeht.
Das ist der Systemgedanke Hegels, der ganz einfach
ist und nichts mit all dem Unsinn zu tun, der darüber
von sogenannten Wissenschaftlern tausendfältig zwischen
Buchdeckel gezwängt worden ist.
Dieses System
als Wissen des Geistes von sich selbst ist Idee, die
Wirklichkeit des Begriffs, der sich so als absoluter
Geist (= Gott) erfaßt.
ICH - das folgt
daraus - ist ein bestimmtes (dadurch endliches) Sein
(= Dasein) Gottes. Im ICH kommt Gott zum Bewußtsein
seiner selbst. In diesem Selbstbewußtsein erfährt
er seine Freiheit: er hängt von nichts ab, das er
nicht selbst ist.
Wichtig ist es,
zu erfassen, daß Beweisen im Sinne der Hegelschen
Logik die Erhaltung der unmittelbaren Gewißheit im
reinen Denken bedeutet. Nichts, das nicht im und am
reinen Denken aufgezeigt werden kann, wird als gewiß
angenommen. Denn nur was in der unmittelbaren Gewißheit
des reinen Denkens liegt, läßt sich nicht bezweifeln.
Der Kant’sche
Standpunkt war eine wesentliche Vorbereitung auf diese
Erkenntnis. Mit ihm liessen sich an den „wissenschaftlichen“
Theoriegebäuden wesentliche Widersprüche aufzeigen,
wodurch deren Geltungsanspruch herabgesetzt, d.h.
auf die Beschreibung von Objekten im Sinne von endlichen
Gegenständen beschränkt war. Das „Ding an sich“, die
Wahrheit, wird mit ihnen nicht erkannt. Diesen Wissenschaften
ist damit die Kompetenz bestritten, etwas über das
Leben, näher über den Geist und damit über Volk, Staat
und letztlich Gott auszusagen. Die Autorität der Erfahrungswissenschaften,
der Empirie, ist dahin. Das war notwendig aber nicht
hinreichend.
Was sich uns im
Denken als Entwicklung des Denkens zeigt, ist das
Leben des Geistes in sich, ist die Idee im reinen
Denken. Es wurde hier bereits aufgezeigt, daß dieses
Denken als das ETWAS, das uns denken macht, in uns
ein Eigenleben führt, das unserem Willen nicht gehorcht.
Dieses ETWAS ist in diesem Sinne ein Moment der Objektivität
– es ist GOTT in uns. (vgl. dazu Hegel, "Phänomenologie
des Geistes" und darauf aufbauend "Wissenschaft der
Logik").
Es sollte deutlich
geworden sein, daß GOTT in dem, was Hegel als unser
Inneres aufweist, ganz anders gedacht ist, als er
in den volkstümlichen Vorstellungen vorkommt. Aber
nur letztere können Anlaß für jene intellektuelle
Geringschätzung sein, die ein so gewaltiges Hindernis
bildet gegen das Bemühen, sich neuerlich der Gottesfrage
zu nähern.
| Indem wir
uns aber von der Gottesfrage fernhalten – z.B.
weil wir unsere Geltung als „seriöse“ Wissenschaftler
nicht gefährden wollen – verewigen wir die Herrschaft
des Judaismus und sein weltliches Regiment, den
mammonistischen Globalismus. Fern von Gott gehen
wir als geistige Wesen allesamt zugrunde. |
Ich glaube, daß
wir Deutsche als die Siegelbewahrer der Deutschen
idealistischen Philosophie hier eine besondere Verantwortung
tragen. Diese besondere Verantwortung ist uns schon
rein äußerlich mit jenem Brandmal aufgedrückt, das
uns der Welt als „Judenmörder“ kennzeichnet. Das ist
sicherlich ein Moment der spirituellen Bedeutung dessen,
was gemeinhin mit dem Namen „Auschwitz“ assoziiert
wird.
Um diese These
verständlich zu machen, muß ich etwas ausholen:
Hegel gibt in
einem Satz seiner Geschichtsphilosophie einen Hinweis,
der die Problematik des deutsch-jüdischen Verhängnisses
erhellt. Dieser Satz sei hier zunächst zusammenhängend
wiedergegeben und anschließend abschnittsweise eläutert:
| Bei Betrachtung
der Religion - so schreibt er
- kommt es darauf an, ob sich das Wahre, die Idee
nur in ihrer Trennung oder sie in ihrer wahren
Einheit kenne, in ihrer Trennung: wenn Gott als
abstrakt höchstes Wesen, Herr des Himmels und
der Erde, der drüben, jenseits ist und aus dem
die menschliche Wirklichkeit ausgeschlossen ist
in ihrer Einheit: Gott als Einheit des Allgemeinen
und Einzelnen, indem in ihm auch das Einzelne
positiv angeschaut wird, in der Idee der Menschwerdung
. (Hegel, Philosophie der Geschichte,
W 12/70) |
Im einzelnen:
|
Bei
Betrachtung der Religion kommt es darauf an,
ob sich das Wahre, die Idee nur in ihrer Trennung
oder sie in ihrer wahren Einheit kenne,
|
[Man beachte,
daß das Wahre, die Idee, hier reflexiv als Subjekt
des Erkennens gefaßt ist. Nicht ICH bin das Subjekt
des Erkennens. Das Subjekt des Erkennens ist vielmehr
jenes hier bereits aufgezeigte ETWAS, das uns denken
macht, in uns denkt, unabhängig von unserem Willen
Resultate dieses Denkens als richtig oder falsch,
wahr oder unwahr beurteilt. Wir haben hier die für
den philosophischen Geschichtsbegriff bestimmende
Denkform vor uns: Geschichte ist danach der Prozeß
der Selbsterkenntnis des Geistes. HM.]
Die Idee kennt
sich
|
in
ihrer Trennung: wenn Gott als abstrakt höchstes
Wesen, Herr des Himmels und der Erde, der
drüben, jenseits ist und aus dem die menschliche
Wirklichkeit ausgeschlossen ist
|
Dieses Erkennen
kommt noch nicht zu der Einsicht, daß jenes ETWAS
(Gott) jenes Denken ist, das im ICH wirkt, dieses
erfüllt, das Sein des ICH ausmacht, von diesem also
nicht getrennt existiert.
[Das ist das
Prinzip des Judaismus: Jahwe ist der Erhabene, der
sein göttliches Leben für sich, getrennt von jeglicher
Kreatur, also auch von den Menschen führt, der als
der Donnerer über den Wolken thront, der sich in
seiner Gnade dazu herabläßt, ein Volk zu erwählen,
mit dem er einen Bund schließt. Aber kraft dieser
Getrenntheit ist Jahwe als der Erhabene auch dann
noch, wenn sein Volk nicht mehr ist, wenn er es
– gemäß vielfacher Androhung – ausgerottet haben
wird.
Darin liegt
aber umgekehrt auch die Möglichkeit des Gottesmordes
(Nietzsche, Die fröhliche Wissenschaft, Drittes
Buch Nr. 125). Nur dieser erhabene Gott kann von
seinem Volk ermordet werden, ohne daß dieses Volk
Selbstmord begeht; denn Jahwe ist nur Jahwe und
nicht zugleich auch sein Volk. Dieses lebt, auch
wenn Jahwe tot ist. Dieses Denken ist in seiner
Fortschrittlichkeit jedoch auch noch archaisches
Denken, das nicht zum Begriff der Person vordringt
und in der Grauenhaftigkeit des Alten Testaments
und seinem Kollektivschuldwahn seinen bleibenden
Ausdruck gefunden hat. Erst in Griechenland wird
im Begriff der Vernunft (nous) diese Kluft überwunden
und der Mensch als Person gedacht, in der nous als
göttlicher Funke gegenwärtig ist. HM]
Die Idee kennt
sich
| in ihrer
Einheit: Gott als Einheit des Allgemeinen und
Einzelnen, indem in ihm auch das Einzelne positiv
angeschaut wird, in der Idee der Menschwerdung
. (Hegel, Philosophie der Geschichte,
W 12/70) |
Das hier schon
bekannte ETWAS ist das Allgemeine, das im ICH als
dem Einzelnen gegenwärtig und wirklich ist. ICH
wird zunächst als das Gefäß, dann aber auch als
bestimmte Teilgestalt des transzendenten ETWAS (Gottes)
erkannt. Aufgrund dieser Teilhabe am göttlichen
Wesen erscheint ICH als Person und von unendlichem
Wert.
[Das entspricht
dem christlich-germanischen Prinzip. Hier wird Gott
zum Menschensohn. In ihm ist die Trennung von Gott
und Mensch überwunden. Gott ist auch Mensch . ER
hat am Menschen keine Grenze. Erst in dieser Erkenntnis
weiß ER sich als wahrhaft unendlich. Die unmittelbare
Gewißheit des ICH, daß es ist, ist damit denknotwendig
die Gewißheit, daß Gott ist. Für den, der den von
Hegel vorgezeichneten Denkwegen nachgeht, ist die
Existenz Gottes in die eigene Seinsgewißheit einbezogen.
Ein Zweifel an der Gegenwart und am Wirken Gottes
ist danach nicht mehr möglich. HM]
Der Atheismus
gehört insofern zum judäischen Ideenkreis, als er
die schlechthinnige Trennung von Gott und Mensch voraussetzt.
Denn nur, wenn Gott und Mensch als getrennt gedacht
werden, kann der Gedanke bestehen, daß der Mensch
sich seiner als seiend gewiß ist, diese Gewißheit
aber das Sein Gottes nicht einbezieht. Der Mensch
kann zwar nicht sich selbst leugnen, er kann aber
Jahwe das Sein absprechen, ohne sich selbst zu widersprechen.
| Die Moderne
– der Glaube, daß der Mensch ohne Gott auskommen
könne – ist also eine Gestalt des archaischen
jüdischen Geistes, die mit diesem überwunden wird. |
Geschichte
ist nicht ohne Gott
Es ist nun noch
aufzuzeigen, daß Atheismus die Geschichte unbegreiflich
macht. Die Folge davon ist, daß sich jeder beliebige
Pharisäererstammtisch zum Tribunal aufwerfen darf,
um die Vergangenheit moralisch zu richten.
Beginnen möchte
ich mit der Frage, ob in diesem Kreise eine Überzeugung
davon vorhanden ist, was Geschichte eigentlich ist?
Begreifen wir unter Geschichte wirklich nur die Aneinanderreihung
von Geschichten? Von Erzählungen darüber, was sich
dann und dann dort oder woanders zugetragen hat? Ist
Geschichte nicht mehr? Was interessiert uns denn an
der Vergangenheit – z.B. von Griechenland, von Rom?
Was im endlosen
Strom der Ereignisse das ergibt, was wir „Geschichte“
nennen, ist nur durch den Geist zu erfassen. Der endliche
Geist, der Mensch, schaut in der Geschichte sich selbst
als den Geist der Völker an, die mit ihren Taten in
die Erinnerung eingegangenen sind.
Der Begriff der
Geschichte setzt den Begriff der Entwicklung voraus.
Geschichte ist Entwicklung, genauer der Fortschritt
des Geistes im Bewußtsein der Freiheit.
Grundlage des
Geschichtsbegriffs ist der Begriff der Entwicklung.
Er ist bei Hegel wie folgt ausgesprochen ( Geschichte
der Philosophie I, W 18/39 ff.):
Entwicklung
ist eine bekannte Vorstellung. Es ist aber das Eigentümliche
der Philosophie, das zu untersuchen, was man sonst
für bekannt hält. Was man unbesehen handhabt und gebraucht,
womit man sich im Leben herumhilft, ist gerade das
Unbekannte, wenn man nicht philosophisch gebildet
ist. Die weitere Erörterung dieser Begriffe gehört
in die logische Wissenschaft. Daß die Idee sich erst
zu dem machen muß, was sie ist, scheint Widerspruch;
sie ist, was sie ist, könnte man sagen.
[Wir sind stets
in der Gefahr, in den Hegelschen Texten über das Wesentliche
„hinwegzulesen“. Der im Vorstehenden gegebene Hinweis,
daß sich der Begriff, die Idee, der absolute Geist,
Gott – das ist alles einunddasselbe – „sich erst zu
dem machen muß, was er/sie ist“, eröffnet eine völlig
neue, bis dahin nicht gekannte Weltsicht.
Vordem war Gott
gedacht als der schon von Ewigkeit her Vollkommene,
Allwissende, Allmächtige usw. der die Geschicke der
Menschen lenkt und die Menschheit nach einem „Heilsplan“
erlöst.
Es fehlt wenig,
um das Gotteslästerliche dieser zuletzt dargelegten
Vorstellung zu begreifen:
|
Warum hat
Gott den Menschen geschaffen, da er doch für
sich schon vollkommen war? Sind wir für ihn
nur Spielzeuge, mit denen er sich die Zeit vertreibt?
Warum hat er uns erlösungsbedürftig geschaffen?
Wäre Dostojewski nicht beizupflichten, der Gott
verflucht, weil unschuldige Kinder leiden?
|
Aber Gott als
Geist, der sich erst zu dem machen muß, der er ist,
schafft sich als Mensch und Welt, um daran einen Spiegel
zu haben, in dem er sich anschaut und erkennt. Der
Mensch ist so Gehilfe Gottes, selbst göttlich und
deshalb von absolutem Wert.
Die Geschichte
mit all ihren Scheußlichkeiten und mit dem von Menschen
angerichteten Grauen (Hegel nannte sie „ein einziges
Schlachthaus“) ist so die Qual des Geistes in sich,
der sich zur Selbsterkenntnis erst vollbringt („qualiert“
– ein Ausdruck von Jacob Böhme) und im Gefühl des
Grauens erfährt, was er nicht ist (= das Böse). Das
Böse ist ihm das Abstoßende zu sich selbst. HM]
Weiter bei Hegel:
Um zu fassen,
was Entwickeln ist, müssen zweierlei - sozusagen -
Zustände unterschieden werden. Der eine ist das, was
als Anlage, Vermögen, das Ansichsein, wie ich es nenne
(potentia dunamiz,), bekannt ist. Die zweite Bestimmung
ist das Fürsichsein, die Wirklichkeit (actus, energeia).
Wir sagen, der Mensch ist vernünftig, hat Vernunft
von Natur; so hat er sie nur in der Anlage, im Keime.
Der Mensch hat Vernunft, Verstand, Phantasie, Wille,
wie er geboren, selbst im Mutterleibe. Das Kind ist
auch ein Mensch, es hat aber nur das Vermögen, die
reale Möglichkeit der Vernunft; es ist so gut, als
hätte es keine Vernunft, sie existiert noch nicht
an ihm; es vermag noch nichts Vernünftiges zu tun,
hat kein vernünftiges Bewußtsein. Erst indem [das],
was der Mensch so an sich ist, für ihn wird, also
die Vernunft für sich, hat dann der Mensch Wirklichkeit
nach irgendeiner Seite, - ist wirklich vernünftig,
und nun für die Vernunft.
Was heißt dies
näher? Was an sich ist, muß dem Menschen zum Gegenstand
werden, zum Bewußtsein kommen; so wird es für den
Menschen. Was ihm Gegenstand, ist dasselbe, was er
an sich ist; und so wird der Mensch erst für sich
selbst, ist verdoppelt, ist erhalten, nicht ein Anderer
geworden. Der Mensch ist denkend, und dann denkt er
den Gedanken; im Denken ist nur das Denken Gegenstand,
die Vernünftigkeit produziert Vernünftiges, die Vernunft
ist ihr Gegenstand. (Das Denken fällt dann auch zur
Unvernunft herab, das ist weitere Betrachtung.) Der
Mensch, der an sich vernünftig ist, ist nicht weitergekommen,
wenn er für sich vernünftig ist. Das Ansich erhält
sich, und doch ist der Unterschied ganz ungeheuer.
Es kommt kein neuer Inhalt heraus; doch ist diese
Form ein ungeheurer Unterschied. Auf diesen Unterschied
kommt der ganze Unterschied in der Weltgeschichte
an. Die Menschen sind alle vernünftig; das Formelle
dieser Vernünftigkeit ist, daß der Mensch frei ist;
dies ist seine Natur. Doch ist bei vielen Völkern
Sklaverei gewesen und ist zum Teil noch vorhanden,
und die Völker sind damit zufrieden. Der einzige Unterschied
zwischen den afrikanischen und asiatischen Völkern
und den Griechen, Römern und der modernen Zeit ist
nur, daß diese wissen, es für sie ist, daß sie frei
sind. Jene sind es auch, aber sie wissen es nicht,
sie existieren nicht als frei. Dies macht die ungeheure
Änderung des Zustandes aus. Alles Erkennen, Lernen,
Wissenschaft, selbst Handeln beabsichtigt weiter nichts,
als das, was innerlich, an sich ist, aus sich herauszuziehen
und sich gegenständlich zu werden.
In die Existenz
treten ist Veränderung und in demselben eins und dasselbe
bleiben. Das Ansich regiert den Verlauf. Die Pflanze
verliert sich nicht in bloße ungemessene Veränderung.
So im Keim der Pflanze. Es ist dem Keime nichts anzusehen.
Er hat den Trieb, sich zu entwickeln; er kann es nicht
aushalten, nur an sich zu sein. Der Trieb ist der
Widerspruch, daß er nur an sich ist und es doch nicht
sein soll. Der Trieb setzt in die Existenz heraus.
Es kommt vielfaches hervor; das ist aber alles im
Keime schon enthalten, freilich nicht entwickelt,
sondern eingehüllt und ideell. Die Vollendung dieses
Heraussetzens tritt ein, es setzt sich ein Ziel. Das
höchste Außersichkommen, das vorherbestimmte Ende
ist die Frucht, d. h. die Hervorbringung des Keims,
die Rückkehr zum ersten Zustande. Der Keim will sich
selbst hervorbringen, zu sich selbst zurückkehren.
Was darin ist, wird auseinandergesetzt und nimmt sich
dann wieder in die Einheit zurück, wovon es ausgegangen.
Bei den natürlichen Dingen ist es freilich der Fall,
daß das Subjekt, was angefangen hat, und das Existierende,
welches den Schluß macht - Frucht, Samen -, zweierlei
Individuen sind. Die Verdoppelung hat das scheinbare
Resultat, in zwei Individuen zu zerfallen; dem Inhalte
nach sind sie dasselbe. Ebenso im animalischen Leben:
Eltern und Kinder sind verschiedene Individuen, obgleich
von derselben Natur.
Im Geiste ist
es anders. Er ist Bewußtsein, frei, darum, daß in
ihm Anfang und Ende zusammenfällt. Der Keim in der
Natur, nachdem er sich zu einem Anderen gemacht, nimmt
sich wieder in die Einheit zusammen. Ebenso im Geiste;
was an sich ist, wird für den Geist, und so wird er
für sich selbst. Die Frucht, der Same wird nicht für
den ersten Keim, sondern nur für uns; beim Geiste
ist beides nicht nur an sich dieselbe Natur, sondern
es ist ein Füreinander- und eben damit ein Fürsichsein.
Das, für welches das Andere ist, ist dasselbe als
das Andere. Nur dadurch ist der Geist bei sich selbst
in seinem Anderen. Die Entwicklung des Geistes ist
Herausgehen, Sichauseinanderlegen und zugleich Zusichkommen.
| [Hier ergibt
sich ein Seitenblick auf das Verhältnis von Geist
und Natur. Die Natur ist das Andere des Geistes.
Der Schlüsselsatz zum rechten Verständnis ist:
„Das, für welches das Andere ist, ist dasselbe
als das Andere.“ Der Geist und sein Anderes –
die Natur – sind dasselbe. Insofern sie aber auch
unterschieden sind, ist der Geist in zweierlei
Gestalt: als Geist und als Natur. Die Natur ist
ein verfremdetes Dasein des Geistes. Dem ist die
moderne Physik in der Weise auf die Spur gekommen,
als sich ihr die Materie in mathematische Formeln
verflüchtigt hat. Mit der Entdeckung der „schwarzen
Löcher“ ist den Physikern die Dieselbigkeit von
Sein und Nichts quasi anschaulich geworden.
„Nur dadurch
ist der Geist bei sich selbst in seinem Anderen“.
In diesem Satz erscheint der Begriff der wahren
Unendlichkeit: Wenn ich im Anderen bei mir selbst
bin, habe ich an diesem keine Grenze, bin grenzenlos,
also unendlich. HM]
|
Dies Beisichsein
des Geistes, dies Zusichselbstkommen desselben kann
als sein höchstes, absolutes Ziel ausgesprochen werden.
Nur dies will er, und nichts anderes. Alles, was im
Himmel und auf Erden geschieht - ewig geschieht -,
das Leben Gottes und alles, was zeitlich getan wird
[Hiroshima, Dresden, Gulag, Killing Fields,
Auschwitz - HM], strebt nur danach hin,
daß der Geist sich erkenne, sich sich selber gegenständlich
mache, sich finde, für sich selber werde, sich mit
sich zusammenschließe. Er ist Verdoppelung, Entfremdung,
aber um sich selbst finden zu können, um zu sich selbst
kommen zu können. ...
|
Der in heutiger
Zeit viel bemühte Begriff der Entfremdung ist
hier in seiner Wahrheit ausgesprochen: Entfremdung
ist nicht eine vermeidbare Abirrung vom richtigen
Weg (wer wüßte wohl zu sagen, was der „richtige
Weg“ wäre?). Vielmehr legt der Geist aus sich
heraus, was in ihm liegt. Das Ergebnis dieser
Äußerung begegnet ihm als das Andere, das Fremde.
Im Gefühl der Fremdheit aber liegt es, daß der
Geist einen Mangel erfährt: Das Fremde scheint
ihn zu begrenzen, ihn zur Endlichkeit herabzusetzen.
Diese Erfahrung widerspricht dem Geist, denn
dieser ist unendlich. Der Widerspruch löst sich
in der Erkenntnis des Geistes, daß das Andere
nur die Spiegelgestalt seiner selbst ist, d.h.
der Geist findet sich im Andren wieder, hat
an diesem jetzt keine Grenze mehr, ist wieder
in seiner wahren Unendlichkeit.
|
Auf den Begriff
der Geschichte gewendet ergeben sich konkretere Einsichten:
Das Prinzip
der Entwicklung enthält das Weitere, daß eine innere
Bestimmung, eine an sich vorhandene Voraussetzung
zugrunde liege, die sich zur Existenz bringe. Diese
formelle Bestimmung ist wesentlich der Geist, welcher
die Weltgeschichte zu seinem Schauplatze, Eigentum
und Felde seiner Verwirklichung hat. Er ist nicht
ein solcher, der sich in dem äußerlichen Spiel von
Zufälligkeiten herumtriebe, sondern er ist vielmehr
das absolut Bestimmende und schlechthin fest gegen
die Zufälligkeiten, die er zu seinem Gebrauch verwendet
und beherrscht.
|
[Diesen
Satz sollte man sich gut merken, damit sich
nicht das Mißverständnis eines geschichtlichen
Determinismus einnistet. Das Wirken des Geistes
schließt das „Speil von Zufälligkeiten“ nicht
aus. Der Geist bedient sich vielmehr der Zufälle
für seine Zwecke. HM]
|
... Diese Entwicklung
(der natürlichen Dinge) macht sich auf eine unmittelbare,
gegensatzlose, ungehinderte Weise; zwischen den Begriff
und dessen Realisierung, die an sich bestimmte Natur
des Keimes und die Angemessenheit der Existenz zu
derselben, kann sich nichts eindrängen. Im Geiste
aber ist es anders. Der Übergang seiner Bestimmung
in ihre Verwirklichung ist vermittelt durch Bewußtsein
und Willen: diese selbst sind zunächst in ihr unmittelbares
natürliches Leben versenkt; Gegenstand und Zweck ist
ihnen zunächst selbst die natürliche Bestimmung als
solche, die dadurch, daß es der Geist ist, der sie
beseelt, selbst von unendlichem Anspruche, Stärke
und Reichtum ist.
|
[Damit ist
der christlichen Leibfeindlichkeit – dieser
späten Frucht des Judaismus (obwohl die Juden
durchaus ein dem Leiblichen zugewandtes Leben
führen) der Boden entzogen. HM]
|
So ist der
Geist in ihm selbst sich entgegen; er hat sich selbst
als das wahre feindselige Hindernis seiner selbst
zu überwinden; die Entwicklung, die in der Natur ein
ruhiges Hervorgehen ist, ist im Geist ein harter unendlicher
Kampf gegen sich selbst. Was der Geist will, ist,
seinen eigenen Begriff zu erreichen; aber er selbst
verdeckt sich denselben, ist stolz und voll von Genuß
in dieser Entfremdung seiner selbst.
| [Hiermit
ist die Endlichkeit des menschlichen Horizonts
angesprochen. Den Juden ist die Negativität ihres
Verhältnisses zu den Völkern durchaus bewußt.
Sie betrachten sie als Vieh. Sie arbeiten bewußt
an der Zersetzung der Volksgeister und erstreben
die Herrschaft über die Völker. Deshalb sind auch
die Protokolle der Weisen von Zion – auch wenn
es sich dabei um eine Fälschung handelt – authentische
Zeugnisse des jüdischen Geistes.
Aber die
Juden wissen nichts von der Endlichkeit Jahwes,
nichts davon, daß der Geist , um frei zu sein,
an der Überwindung dieser seiner einseitigen
Gestalt arbeitet. Für die Juden ist die jüdische
Weltherrschaft das letzte Wort der in der Thora
verkündeten Verheißung (5. Mose 15,6 und 28,12-14)
Das macht sie jetzt so übermütig. Doch Hochmut
kommt vor dem Fall. HM]
|
Die Entwicklung
ist auf diese Weise nicht das harm- und kampflose
bloße Hervorgehen, wie die des organischen Lebens,
sondern die harte unwillige Arbeit gegen sich selbst;
| [Die zum
Extrem gesteigerte Härte des Geistes gegen sich,
spiegelt sich in der Überlieferung der Juden,
die im Perserreich den Ausrottungsplan des Großkönigs
nur knapp überlebt haben. Von daher spannt sich
ein Bogen in das 20. Jahrhundert, in dem Ausrottungsphantasien
in der vermeintlich wissenschaftlichen Vorstellung
nisteten, daß die Semiten mit ihren Genen die
germanische Erbsubstanz verunreinigen könnten.
So bleibt
die beklemmende Einsicht, daß der Geist dieser
grausigen Erfahrung bedurfte, um endlich zu
erkennen, daß die Juden eine „geistige Rasse“
(Hitler im Gespräch mit Bormann im April 1945)
seien und der in ihnen hausende Geist von seiner
Einseitigkeit nur durch den Geist befreit werden
könne - und nicht durch die Ermordung der Juden
. HM]
|
und ferner
- ist sie nicht bloß das Formelle des Sich-Entwickelns
überhaupt, sondern das Hervorbringen eines Zwecks
von bestimmtem Inhalte. Diesen Zweck haben wir von
Anfang an festgestellt; es ist der Geist, und zwar
nach seinem Wesen, dem Begriff der Freiheit. Dies
ist der Grundgegenstand und darum auch das leitende
Prinzip der Entwicklung, das, wodurch diese ihren
Sinn und ihre Bedeutung erhält (so wie in der römischen
Geschichte Rom der Gegenstand und damit das die Betrachtung
des Geschehenen Leitende ist), wie umgekehrt das Geschehene
nur aus diesem Gegenstande hervorgegangen ist und
nur in der Beziehung auf denselben einen Sinn und
an ihm seinen Gehalt hat. ......
| Der Zweck
des Geistes, der als Trieb die Weltgeschichte
hervortreibt, ist die Freiheit. Der Geist vollbringt
sich zur Freiheit in der Erkenntnis, daß er von
nichts abhängt, das er nicht selbst ist. Er hat
im Anfang die Natur und dann die Welt als Objekt
– also als etwas, das sich ihm entgegenwirft (objicere)
– sich gegenüber. Er scheint an der Natur und
der Welt eine Grenze zu haben, die ihn zur Endlichkeit
herabsetzt, ihn unfrei läßt und damit entgeistigt
(entfremdet).
Der Gang
ist nun der, daß der Geist in der Geschichte
die Erfahrung macht, daß die Welt und die Natur
von ihm wohl unterschieden, aber nicht getrennt
sind, daß sie nur eine andere Gestalt seiner
selbst sind. So erkennt er, daß er im Anderen
– in der Natur und in der Welt – bei sich ,
wahrhaft unendlich also frei ist. HM]
|
Die Weltgeschichte
stellt nun den Stufengang der Entwicklung des Prinzips,
dessen Gehalt das Bewußtsein der Freiheit ist, dar.
Die nähere Bestimmung dieser Stufen ist in ihrer allgemeinen
Natur logisch, in ihrer konkreteren aber in der Philosophie
des Geistes anzugeben. Es ist hier nur anzuführen,
daß die erste Stufe das schon vorhin angegebene Versenktsein
des Geistes in die Natürlichkeit,
|
[Animismus, Naturreligionen, naturhafte Symbolik des Geistigen
– HM]
|
die zweite
das Heraustreten desselben in das Bewußtsein seiner
Freiheit ist
[HM: Dieses
Heraustreten in das Bewußtsein der Freiheit ist
der geistesgeschichtliche Ort des Judaismus, der
schon vor den Griechen den Geist (nous) als Geist
(„Du sollst dir kein Bild von mir machen!“) erfaßt
hat. Dieser erscheint als der Erhabene. Indem
der Geist sich dem Natürlichen entwindet, diskriminiert
er dieses, trennt sich von diesem ab, will vom
Naturhaften nicht affiziert sein. Das Natürliche
wird zum „Unreinen“ . Der Mensch, der auch der
Natur angehört, reinigt sich von seiner Naturhaftigkeit
durch den Gehorsam, wird so zum“ Gerechten“. Indem
sich die Hürde des Gehorsams gegen das Gesetz
Jahwes jedoch als zu hoch erweist, der Gläubige
immer wieder in die Natürlichkeit zurückfällt,
„unrein“ ist, erleidet der Jude sein Scheitern
im Bewußtsein der Nicht-Würdigkeit, das in der
Zerstreuung unter die Völker Dasein erhält und
so zum jüdischen Schicksal wird.
|
| In diesem
Sinne ist es gerechtfertigt, von einem Opfergang
der Stämme Israels für die Freiheit zu sprechen.
Dies auch noch in dem umfassenderen Sinne, daß
die Juden im weiteren Verlauf der Geschichte die
undankbare Rolle des Zersetzers der Sittlichkeit
als der ursprünglichen Einheit von Volk und Individuum
im Prozeß der Individuation als Bedingung der
persönlichen Freiheit gespielt haben. . Erst das
im Gefühl der Unwürdigkeit begründete Paria-Dasein
(Max Weber) befähigte Juda zur Vollbringung seiner
Bestimmung. Hätte Juda in der Zerstreutheit Würde
eingefordert, hätte es mit den Wirtsvölkern auf
Leben und Tod einen aussichtslosen Kampf um Anerkennung
führen müssen. Es wäre in diesem Kampf untergegangen. |
Dieses erste
Losreißen ist aber unvollkommen und partiell, indem
es von der mittelbaren Natürlichkeit herkommt, hiermit
auf sie bezogen und mit ihr, als einem Momente, noch
behaftet ist.
| [HM: Dieses
Behaftetbleiben mit der Natur erscheint in der
szientistischen Interpretation der Welt (=Moderne),
die sich aus der Anschauung der Natur ihre verständigen
Modelle konstruiert und aus ihnen Schlußfolgerungen
ableitet, die sie für Erkenntnisse über das Reich
des Geistes hält. Die „Wissenschaftler“ halten
aber doch nur jene Einseitigkeiten, also Unwahrheiten,
in den Händen, die sie mit ihren Modellen jeweils
vorausgesetzt haben. Sie sind wie Hamster im Laufrad.
Sie sind unfrei, indem sie sich immer wieder an
die „Gesetze“ der unbegriffenen Natur verlieren,
die sie im Deismus zum säkularisierten, d.h. nicht
mehr tätigen Gott ausrufen. ] |
Die dritte
Stufe ist die Erhebung aus dieser noch besonderen
Freiheit in die reine Allgemeinheit derselben, in
das Selbstbewußtsein und Selbstgefühl des Wesens der
Geistigkeit.
| [HM: Der
Geist erkennt in der Natur sich selbst und die
Natur als seine endliche Gestalt. In dieser Erkenntnis
ist die Moderne überwunden, der Gegensatz von
Subjekt und Objekt aufgehoben im dreifachen Sinn
von beendet, bewahrt und erhöht. Der Geist erlangt
das Wissen, daß er absoluter Geist und als solcher
wahrhaft unendlich, d.h. frei ist. Er hat dann
auch nicht mehr die vermeintlichen „Sachzwänge“
des kapitalistischen Systems der bürgerlichen
Gesellschaft sich gegenüber. Vielmehr weiß er,
daß er die den „Markt“ konstituierenden ökonomischen
Elementaroperationen in einer selbstbewußten Volkswirtschaft
unter das Maß der Gemeinverträglichkeit zwingen
kann.]. |
Diese Stufen
sind die Grundprinzipien des allgemeinen Prozesses;
...... (Hegel, Philosophie der Geschichte, W 12/75)
| [HM: In dem
Begriff der Entwicklung liegt auch, daß Geschichte
nicht als Vollführung eines Gesetzes im Marxschen
Sinne gesehen werden kann. Denn dann hätten wir
nämlich ein Bekanntes: das Gesetz, dem das Vorhandene
im Erkenntnisakt subsumiert und durch Extrapolation
des vermeintlich determinierten Entwicklungsstrahls
eine operationale Prognose für die künftige „Entwicklung“
abgewonnen werden könnte. Der absolute Geist weiß
sich aber noch nicht; erst durch die Geschichte
als Ganzes erlangt er dieses Wissen von sich.
Hätten wir Kenntnis von dem „Gesetz“, das die
Geschichte bestimmt, so wüßten wir vor dem absoluten
Geist, wer er ist, d.h. wir wären Gott (und nicht
nur des göttlichen Wesens teilhaftig). Hier hat
die Kontingenzthese der Frankfurter Schule den
Weg zum deus absconditus ( zum verborgenen Gott)
sowie zu Hegels Entwicklungsbegriff wieder frei
gemacht. |
Die Gottesknechtschaft
des Menschen
Sollte ich denn
in diesen düsteren Zeiten nicht heiter sein, da ich
doch weiß, daß Gott mich braucht?
(Angelus Silesius)
Der Mensch ist
der Gehilfe (Knecht) Gottes bei der Darstellung der
Geschichte als des Fortschritts des Geistes im Bewußtsein
der Freiheit und er ist des göttlichen Wesens teilhaftig.
Denn wäre er nicht vollständig in Gott geborgen, wäre
in ihm ein Bereich, der nicht Gott ist. Dieser hätte
damit am Menschen eine Grenze, wäre nicht unendlich,
nicht allgegenwärtig und nicht allwissend – wäre also
nicht Gott.
In diesem Gedanken
ist die Möglichkeit der Freiheit, auch der politischen
Freiheit, enthalten, denn: „Freiheit kann nur da sein,
wo die Individualität als positiv im göttlichen Wesen
gewußt wird.“ (Hegel, W 12/70) Vor allem befreit er
unser Volk vom Joch der Kollektivschuldthese, das
ihm von der westlichen Hauptsiegermacht USA durch
die „Umerziehung“ auferlegt worden ist.
Die Überlegungen
zum Begriff der Geschichte verdeutlichen, daß Geschichte
keine moralische Veranstaltung ist. Denn Moral setzt
eine richtende Instanz voraus. Wer könnte den Absoluten
Geist richten, wenn nicht er selbst? Das Gericht des
Geistes, der in der Geschichte so und nicht anders
zu sich kommt, aber ist die Erkenntnis seiner selbst,
in der das Böse, das geschichtliche Grauen, gewendet,
d.h. aufgehoben – beendet, bewahrt und erhöht - und
damit gerechtfertigt ist.
In diesem Gedanken
ist zugleich die Thora (das Alte Testament) mit ihren
Völkermordbefehlen und Verfluchungen als Gottes Wort
ebenso rehabilitiert wie die geschichtlichen Ausmordungsfeldzüge
der Stämme Israels.
Die Rechtfertigung
erlangt Dasein in der Erkenntnis, daß sich der Absolute
Geist in der Thora in einer einseitigen Gestalt als
getrennt von den Völkern, also auch von den Menschen
ausgesprochen hat. Diese Trennung ist zuerst in der
Philosophie des Griechischen Altertums und von dorther
in der Frohbotschaft (Evangelium) des Neuen Testaments
als Trinität, als Einheit von Gottvater und Menschensohn
im Heiligen Geist, aufgehoben. In der Deutschen idealistischen
Philosophie – insbesondere von Hegel – ist die Trinität
aus der Vorstellung zum Gedanken des Absoluten Geistes
herausgedacht – d.h. befreit - worden.
Der sich auf Auschwitz
beziehende Geschichtsrevisionismus verdankt sich dagegen
noch dem moralischen Geschichtsbild. Er akzeptiert
den Schuldspruch gegen das Deutsche Volk unter der
Voraussetzung, daß die Nationalsozialisten tatsächlich
6 Millionen Juden fabrikmäßig umgebracht haben. Er
bemüht sich um einen Freispruch, indem er die Tatsachenfeststellung
angreift. Die Revisionisten sind so – ganz und gar
gegen ihre Absicht – ein wesentliches Moment der Holocaust-Religion.
Das höchste, was sie erreichen können, ist ein Freispruch
zweiter Klasse: aus Mangel an Beweisen. Dieser würde
den Verdacht nicht ausräumen. Von seiner politischen
Zielsetzung her beurteilt, ist der Revisionismus deshalb
ein Irrlauf, der nie zum Ziele führt. Was die Revisionisten
erstreben, würde erst Wirklichkeit, wenn die Juden
selbst eine andere Wahrheit als die strafrechtlich
geschützte bezeugen würden.
Mit dem Hegel‘schen
Denken ist unter dem Erkenntnisdruck, der für uns
von der Verdüsterung des Bildes der Deutschen ausgeht
– und deshalb auch erst jetzt – die Geschichte des
Abendlandes ausgehend vom Jahre 312 n.Chr. , dem Jahre
der Annahme des jüdisch-christlichen Glaubens durch
Cäsar Konstantin in der Schlacht an der Milvischen
Brücke, bis in die Gegenwart neu zu begreifen:
Diese Geschichte
ist der Kampf des zersetzenden Jüdischen Geistes gegen
den sittlichen Geist der Germanen.
In der Moderne
hat sich der Jüdische Geist zu Tode gesiegt. Das Zeichen
seines Todes ist der weltweite Haß gegen die Juden.
Sein zweitausendjähriger Stamm ist um einen weiteren
Jahresring mächtiger geworden. In diesem bildet sich
das Ressentiment der von Mammon unterjochten Völker
ab, die nicht wissen, wie dieses Joch abzuschütteln
ist.
Um den Judaismus
endlich zu begraben, erhebt sich wie Phönix aus der
Asche der Geist der Germanen in der Gestalt der Deutschen
idealistischen Philosophie, in deren Licht sich jener
Haß als verhängnisvoller Anfall von Geistesschwäche
zeigt.
Der historische
Konservativismus hat – ebenso wie der historische
Nationalsozialismus - die Zersetzung der Gemeinschaft
von Gott und Mensch, den Absturz der Völker in die
atomisierte bürgerliche Gesellschaft, nur negativ
als Verfall (Dekadenz) begreifen können. Der Haß auf
alles Jüdische – auch auf die jüdisch geprägten Menschen
– war die notwendige Folge dieser Abstraktion, die
sich wie ein roter Faden durch die zweitausendjährige
Geschichte des Abendlandes zieht.
Es ist ein
geistiger Zweifrontenkrieg, den wir zu führen haben:
Gegen den Judaismus
gekehrt ist er das negative Geschäft der Kritik des
jüdischen Prinzips - der Trennung von Gott und Mensch.
Es ist auf der Grundlage der Thora der zweitausendjährige
Pesthauch des völkermörderischen Auserwähltheitswahns
wieder zu benennen. (4)
Es ist bewußt zu machen, daß das "wissenschaftliche
Weltbild" und der Atheismus nur das Negativ des Judaismus
sind.
Gegen den Konservatismus,
der die Dekadenz nur als Verfall und Untergang wahrnimmt,
sowie gegen den biologistischen Rassismus des historischen
Nationalsozialismus, der den Menschen auf sein tierisches
Moment reduzierte, ist der Mensch als endlicher Geist
zu fassen.
Konservativismus
und historischer Nationalsozialismus haben auf ihre
Weise die Geistigkeit des Menschen zerstört, indem
sie den Geist nicht als unendlich, also auch nicht
als unsterblich erkannten. Daß Freiheit das Wesen
des Geistes ist, blieb ihnen verschlossen. Aus mangelnder
Einsicht erwuchs jener Pessimismus, der die Freiheit
des Individuums als die Wurzel des Übels faßte. Mit
radikaler Geste haben sie diese Wurzel herausgerissen
- und sich damit selbst vernichtet.
Der jetzt eröffnete
Kulturkampf vollendet die Herausarbeitung des Gedankens
der Freiheit des Einzelnen, der ohne das vom Judaismus
im Reich der Germanen vollbrachte Zerstörungswerk
nicht zur Wirklichkeit kommen könnte: Die ursprüngliche,
im kindlichen Zutrauen zu ihren Göttern feste Volksgemeinschaft
der Germanen war noch nicht die wahre Gestalt der
Freiheit, sondern erst die Freiheit an sich. Diese
mußte erst noch für sich werden, um Freiheit an und
für sich zu sein. Für sich aber ist die Freiheit erst
als Freiheit der Person, als persönliche Freiheit
der Individuen.
Es war die Aufgabe
des Judaismus - auch in seiner christianisierten Form
- die Individuation der Germanischen Volksgenossen
als Losreissung von Gott zu bewirken.
Nachdem das vollbracht
ist, erleben sich die Individuen jetzt als vereinzelte
Einzelne, als Sozialatome, in einer emotionalen Eiswüste,
in der sie zugrunde gehen, wenn sie nicht Gott als
ihr Wesen wiederfinden und damit die Gemeinschaft
in Gott als freiheitliche Volksgemeinschaft verwirklichen.
Erst die aus der
vollständigen Zersetzung der Germanischen Volksgemeinschaft
hervorgehende selbstbewußte und selbst gewollte Rückbindung
(religio) der vereinzelten Einzelnen in den Volksgeist
der Germanen als einer Gestalt Gottes, ausgesprochen
in der Deutschen idealistischen Philosophie, ist das
wahrhafte Dasein der Freiheit.
Sie liegt als
Aufgabe noch vor uns. Bei der Lösung dieser Aufgabe
ist jeder Deutsche, der diesen Gedanken erfaßt, ein
Gehilfe Gottes.
Erst wenn das
positive Moment der Zersetzung: die Individuation
der Menschen als notwendiger Durchgangspunkt zur wahren
Freiheit der Person, die im Germanischen Geist treibt,
erkannt ist, wird das Deutsch-Jüdische Verhängnis
– im Hegel’schen Sinne - aufgehoben: beendet, bewahrt
und erhöht sein.
| Die Wirklichkeit
des Jüdischen Geistes ist die Individuation der
Menschen, so daß diese schließlich als vereinzelte
Einzelne sich selbst entfremdet und dem Untergang
geweiht sind. Dieser Todesmarsch ist ein notweniger
Entwicklungsschritt auf dem Wege zur selbstbewußten
Gemeinschaft der Menschen in Gott. Das Dasein
dieses Bewußtseins ist die Volksgemeinschaft,
deren Genossen durch die Verzweifelung hindurchgegangen
sind. Diese sind erst als Individuen, dann auch
als Personen frei, wenn sie sich aus sich heraus
als Einzelne erfassen, die selbstbewußte Teile
des Ganzen und als solche selbst auch das Ganze
sind. (5)
In dieser
Erkenntnis sind die Juden gleichfalls als Gehilfen
Gottes anerkannt und für den Fortschritt des
Geistes im Bewußtsein der Freiheit von gleichem
Wert. In dieser Einsicht ist der Judenhaß
überwunden.
|
Bisher lastete
die Zersetzung wie ein Fluch auf den Juden. Dieser
Fluch wird durch die Deutsche idealistische Philosophie
jetzt von ihnen genommen.
|
Der Kulturkampf
gegen den Judaismus ist das Mittelpunktgeschehen,
das der Welt eine neue Gestalt gibt.
|
Äußeres Zeichen
der Unterjochung der Völker ist das von jüdischen
Organisationen fast weltweit durchgesetzte Verbot,
die im Jahre 1896 aufgetauchten „Protokolle der Weisen
von Zion“ zu verbreiten. Über diese schrieb Henry
Ford im Jahre 1920: „Diese Schrift ist zu furchtbare
Wirklichkeit, um Erfindung zu sein, zu fest begründet,
um bloßes Gedankenwerk zu sein, zu tief in ihrer Kenntnis
der geheimen Quellen des Lebens, als daß es auf Betrug
beruhen könnte. .... Von Interesse für uns andere
Staaten ist nicht, daß ein &Mac226;Verbrecher
oder Wahnsinniger’ ein solches Programm verfasst hat,
sondern daß dieses, nachdem es verfasst war, Mittel
und Wege fand, sich in seinen wichtigsten Einzelheiten
zu verwirklichen. Das Dokument selbst ist verhältnismäßig
unwichtig; die ganze Sachlage und die Umstände, auf
die es die Aufmerksamkeit lenkt, sind von höchstgradiger
Wichtigkeit.“ („Der Internationale Jude“ S. 84 f.)
Dieses Verbot
ist im Kern nichts anderes als der Versuch, jegliche
Erörterung der Frage zu verhindern, ob die Beherrschung
der Welt durch das Judentum Realität ist und ob ggf.
dieser Erfolg auf dem Wirken einer geheimgehaltenen
Regierung des Auserwählten Volkes, des „Sanhedrin“,
beruht. Von diesem weiß man, daß er am 9. Februar
1807 in Paris zusammentrat, um das Verlangen Napoleons
nach Beantwortung einiger Fragen bezüglich der Juden
zu befriedigen (Ford, a.a.O. S. 93).
Mit der heuchlerischen
Behauptung, die Literatur, die sich kritisch mit dem
Judaismus befasst, sei der Quellgrund des Antisemitismus,
wird die Untersuchung der wirklichen Ursachen der
Judenverfolgungen kriminalisiert.
Der Gedankenkomplex,
der um die Frage nach der Existenz und nach der Beschaffenheit
der jüdischen Welthirtschaft kreist, wird von den
jüdischen Weltbildagenturen vermittels des Giftwortes
„Verschwörungstheorie“ der intellektuellen Wahrnehmung
entzogen. Es ist aber für die Völker und die Juden
lebenswichtig, diese Frage mit allergrößter Sorgfalt
zu erwägen.
Der Jude Karl
Marx hat die vor uns liegende Aufgabe zutreffend beschrieben
mit der Feststellung: „Die Judenemanzipation in ihrer
letzten Bedeutung ist die Emanzipation der Menschheit
vom Judentum.[MEW Bd. 1, S. 372-373)]. Er hat aber
lediglich die objektive Seite der jüdischen Macht,
der Macht des Geldes, in seinem Hauptwerk „Das Kapital“
dargestellt. Deren subjektives Moment ist der Jahwekult,
dessen politische Gestalt in den „Protokollen“ eine
bisher nicht übertroffene Beschreibung gefunden hat.
Die gedankliche
Brücke, die die Kritik des objektiven Judentums, der
Welt des Schachers, mit der Kritik des subjektiven
Judentums, des Jahwekults, zusammenschließt, ist Marxens
Schrift zur Judenfrage [MEW Bd. 1, S. 347 ff.]. Marx
legt darin hellsichtig dar, daß die Juden sich auf
jüdische Weise emanzipiert haben, indem die Christen
zu weltlichen Juden geworden seien.
Wenn die Judenfrage
nicht als in sich bewegte Einheit dieser Momente erkannt
wird, wenn der gegenwärtige Weltzustand, der Globalismus,
nicht als das objektive Dasein der Judenfrage begriffen
wird, dann werden sich Versuche, dieses Problem durch
die Vernichtung der Juden zu lösen, in Zukunft nicht
verhindern lassen. Dann werden die Völker die Holocaust-Religion
auf grausige Art und Weise als Gebrauchsanweisung
für eine Politik der Befreiung vom weltlichen Judentum
lesen. Die Thora wird dann nicht mehr als Impuls für
die geistige Überwindung des Judaismus wirken,
sondern als Rechtfertigung für die physische
Vertilgung der Auserwählten missbraucht werden.
Die praktische
Seite der Kritik des Judaismus ist die nationale und
soziale Revolution der Deutschen.
Um diese Revolution
zu vollbringen, ist die Machtfrage zu stellen – aber
richtig!
Die Macht
erwuchs
in frühgeschichtlicher
Zeit:
aus dem Blute,
d.h. aus dem Zusammenhalt des Sippenverbandes und
der Stämme;
im Mittelalter:
aus dem Feudaleigentum,
d.h. aus dem anerkannten Besitz am besiedelten Boden;
in der Neuzeit:
aus Geldkapitalbesitz.
Die sich auf Geldkapitalbesitz
gründende Macht
ist unsichtbar,
nur sie ist
Juden in der Zerstreuung zugänglich;
nur sie ist
tendenziell unendlich;
sie macht das
Bereicherungsstreben zur Gier.
Geld ist die allgemeine
Ware, die alles zur Käuflichkeit herabsetzt und dadurch
die Sittlichkeit zersetzt, die heiligen Güter und
schließlich die Menschen selbst und ihre Organe zu
Waren macht.
Die als unendliche
Gier und schamlose Zersetzung daseiende Macht schlägt
um in Ohnmacht und Verfall.
Aus dem allgemeinen
Verfall erhebt sich jetzt der selbstbewußte Geist
als Macht des Selbstbewußtseins der Völker – zuerst
des Deutschen Volkes, dem die Holocaust-Religion das
naturwüchsige Selbstbewußtsein geraubt hat. Dieses
Volk kann jetzt allein im Äther des selbstbewußten
Geistes, in der idealistischen Philosophie, wiederauferstehen.
Im Deutschen Volk
als freiem Selbstbewußtsein erscheint die Einheit
von Gott und Mensch in der sich selbst wissenden Volksgemeinschaft.
Diese ist die daseiende Negation des jüdischen Prinzips
und des Schachers als seiner weltlichen Gestalt.
Der seiner selbst
bewußte endliche Geist ist der Mensch, der erkannt
hat, daß er als Ware nicht frei sein kann. In diesem
Bewußtsein verschwindet die Macht des Geldes in der
Freiheit des Volksgenossen, der zur Befriedigung seiner
konkreten Bedürfnisse genossenschaftlich wirtschaftet
und sich nicht mehr an das abstrakte Bedürfnis der
Bereicherung veräußert.
„Sobald Jude und
Christ ihre gegenseitigen Religionen nur mehr als
verschiedene Entwicklungsstufen des menschlichen Geistes,
als verschiedene von der Geschichte abgelegte Schlangenhäute
und den Menschen als die Schlange erkennen, die sich
in ihnen gehäutet, stehn sie nicht mehr in einem religiösen,
sondern nur noch in einem kritischen, wissenschaftlichen,
in einem menschlichen Verhältnisse. Die Wissenschaft
ist dann ihre Einheit. Gegensätze in der Wissenschaft
lösen sich aber durch die Wissenschaft selbst.“ (6)
Kleinmachnow
am 23. März 2001
(1) (http://www.meome.de/app/de/artcont_news_article_jsp/68799.html)
(2) (zitiert bei Ivan Denes, „Macht in der Macht: Wer und Was ist
die 'Ostküste' des Dr. Helmut Kohl?“, Oberbaum Verlag,
Berlin 2000, S. 115)
(3).“ (Der Babylonische Talmud, Schabbat 89a/89b, ausgewählt von
Reinhold Mayer, Wilhelm Goldmann Verlag, München 1963,
S.215 ).
(4) vgl. dazu den "Offenen Brief an Daniel Goldhagen" in http://www.werkstatt-neues-deutschland.de/texte/000108.html
(5) vgl. dazu Mahler/Schönhuber, „Schluß mit deutschem Selbsthaß“,
Berg Verlag, 2000, S. 234 ff.
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Horst Mahler, Postfach 6702, 97017 Würzburg
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