1.
Der altbewährten europäischen Bauernwirtschaft hat die
Maul- und Klauenseuche (MKS) keine sonderlichen Schwierigkeiten
bereitet: Nur etwa 10% des erkrankten Bestandes, zumeist
Jungtiere, starb an der Seuche. Das Fleisch erkrankter
Tiere enthält (wie das der geimpften) Antikörper gegen
den Erreger und ist nach Wärmebehandlung genauso für
den menschlichen Verzehr geeignet wie das gesunder Schlachttiere.
In der altbewährten europäischen Bauernwirtschaft betraf
eine MKS ein bis drei Dörfer, in denen sich die Krankheit
austobte. Der wirtschaftliche Schaden für die Betroffenen
war gering.
2.
Der liberalkapitalistische Freihandel erst macht die
Viehseuchen zur Wirtschaftskatastrophe. In der Weltkrise
der Marktwirtschaft, an deren Beginn wir stehen und
die um vieles vernichtender sein wird als die Weltkrise
von 1929 ff., entbrennt ein besonders heftiger, negativer
Konkurrenzkampf, der nicht um Extraprofite geführt wird,
sondern um die betriebswirtschaftliche Vermeidung der
gesellschaftlich notwendigen und gemeinschaftlich überflüssigen
Kapitalvernichtung, die den Inhalt der Krise ausmacht.
3.
Die globale Erscheinungsform der MKS ist keine Seuche
der viehhaften Naturalform, sondern eine der ins globalistische
Extrem getriebenen, freihändlerisch-kapitalistischen
Verkehrsform. Sie ist der Beginn einer Gesellschaftskrise
und einer Gemeinschaftskonjunktur in allen Völkern der
Welt gleichermaßen.
4.
Daß die kapitalistischen Staaten die gesundheitspolitisch
und seuchenpolizeilich völlig überflüssige Holokaustierung
erzwingen, beweist den partiellen Wahrheitgehalt der
alten Stamokap-Theorie der 70er Jahre, wonach die Staaten
heute bloße Handlanger der aggressivsten Fraktionen
des Kapitals sind, nämlich des Finanz- und des Monopolkapitals.
Die krisennotwendige Vernichtung eines Teils des gesellschaftlichen
Gesamtkapitals wird so eine erzwungene Vernichtung seiner
schwachen Fraktionen; den Verlust tragen Bauern, Verbraucher
und Steuerzahler.
5.
Wer sinnlos Massen von Tieren tötet, der wird bald wieder
auch Menschenmassen morden. Das ist nur zu verhindern,
wenn noch rechtzeitig das an der Verwertungsseuche erkrankte
Goldene Kalb der gemeinschaftlich-notwendigen Schlachtung
und rückstandsfreien Brandopferung zugeführt wird. -
Amen!