Netzsplitter

Heil Juda! Wir kommen!

Von Horst Mahler

Anläßlich des Wahlerfolges von Le Pen und mit Hinweis auf die zur Unterstützung für die israelische Kriegspolitik veranstalteten Massendemonstrationen von Juden in Paris und anderswo schreibt der bekannte jüdische Publizist Israel Shamir in einem Essay:

Wenn die Juden bei Sinnen wären, würden sie die innere dialektische Einheit ihres Zangen-Angriffs als ihr bestgehütetes Geheimnis bewahren. Aber sie sind durch ihre Erfolge betrunken. Der geistliche Lehrer der sephardischen Juden, der Rabbiner Obadiah Joseph, hatte angeordnet, daß Juden auf der Welt ihre Vorherrschaft nicht eher zeigen sollten, als bis sie die christlichen Kirchen im heiligen Land zerstören könnten. Mit der Belagerung der Geburtskirche in Bethlehem glauben sie, daß diese Bedingung erfüllt sei. Juden sind in einem seit dem Erscheinen von Christus nicht mehr dagewesenen Ausmaß geeint, vereint in einem gemeinschaftlichen Willen, in einem einzigartigen Vorhaben und in einem Gefühl, auf dem Gipfel der Macht anzukommen. Von der Macht und ihrer Einigkeit berauscht, läßt dieses sonst stets vorsichtige Volk die Maske fallen, verzichtet es auf Vorwände. Es sieht so aus, als riefen sie heute wieder wie vor zweitausend Jahren. 'Tötet ihn!’.

Diese neue Offenheit gewährt uns einen früher nicht dagewesenen Einblick in die Seele der Juden und ihrer Unterstützer. ...Von Moskau bis Brooklyn, von Marseille bis Hampstead sprechen die Juden mit einer Stimme: WIR SIND EINS!“

und er schrieb von der Vision der zum Töten bereiten Einheit der Judenheit. Das Erschrecken darüber habe zum Triumph Le Pens geführt. Er sei wahrscheinlich der einzige französische Politiker, der wirklich ganz und gar von den Juden abgelehnt werde. Sein Wahlsieg könne den Anfang vom Ende der jüdischen Vorherrschaft bedeuten.

Shamir warnt die europäische Linke. Ihr Bündnis mit den Juden nehme sie jetzt in Haftung und sei für sie zu einer Belastung geworden. Auch der jüdische Würgegriff auf die Medien bringe bei Wahlen für die Linke keine Früchte mehr. Statt das jüdische Programm zu unterstützen, sollte die Linke endlich mit der Rechten darin wetteifern, die Probleme der Arbeiterklasse anzupacken. Es dürfe keine weitere Einwanderung geben. Diese Aufgabe verlange, die Hauptursache der Völkerwanderung, die Judeo-Amerikanische Globalisierung, zu beseitigen und Bush’s Krieg gegen den Islam zu beenden.

Damit ist der Grundakkord für die Politik im angebrochenen Jahrzehnt angeschlagen. Es ist das Jahrzehnt des Niedergangs des Judäo-Amerikanischen Imperiums.

Nach dem Verrat Yassir Arafats an seinem Volk ist die Initiative im Kampf gegen die jüdische Herrschaft auf die Heiligen Islamischen Krieger übergegangen. Mit ihren grauenvollen Gegenangriffen haben sie das Spinnennetz der Intrigen arabischer Regierungen zur Niederhaltung des Palästinensischen Volkes zerrissen und der US-Ostküste die Illusion geraubt, sie könne auch im 21. Jahrhundert die strategisch wichtige Region mit den dort lagernden Erdölreserven weiterhin mit verdeckter Gewalt beherrschen. Die Unterdrücker sind endlich gezwungen, die Maske fallen zu lassen und der Welt ihre blutigen Hände zu zeigen. Das ist schon der strategische Sieg im Befreiungskampf. Den Widerständlern ist es gelungen, ihren Feind über den Punkt hinaus zu treiben, hinter dem es für ihn kein Zurück mehr gibt. Nach dem 11. September 2001 ist die US-Ostküste aufmarschiert, um sich selbst zu vernichten. "Die Irren von Zion" begreifen nicht - können nicht begreifen –, daß jede Bombe, die sie auf islamische Städte werfen, jede Rakete, die sie auf islamische Bastionen abfeuern, ihr Ziel im eigenen Hinterland finden: Sie pulverisieren den Heiligenschein des "American Way of Death" , ohne den dieses System von Raub, Mord, Terror und Seelenvernichtung nur ein Schwächling in Hochglanzrüstung ist.

Das Deutsche Volk verdankt den Märtyrern viel. Wir in unserer Lage hätten zur militärischen Destabilisierung der USA, die die Voraussetzung für die Auferstehung des Deutschen Reiches ist, wenig unternehmen können. Wenigstens diese Einsicht ist der RAF gutzuschreiben. Deren Handycap bestand darin, daß ihr Kampf der Welt nicht als nationaler Befreiungskampf einsichtig zu machen war. Da ist die Lage des palästinensischen Volkes anders – günstiger. Dieses kann den Anspruch der Juden, in Palästina einen eigenen Staat zu begründen, souverän abweisen. Der Rechtstitel, auf den sich die Juden berufen, ist keiner. Jahwe, der Gott der Juden, hat Moses dieses Land versprochen, ohne dessen rechtmäßige Eigentümer, die Kanaaniter, zu fragen. Diese waren natürlich nicht einverstanden und mußten deshalb sterben, so wie geschrieben steht:

„Da gelobte Israel dem Herrn ein Gelübde und sprach: Wenn du dies Volk in meine Hand gibst, so will ich an ihren Städten den Bann vollstrecken. Und der Herr hörte auf die Stimme Israels und gab die Kanaaniter in ihre Hand, und sie vollstreckten den Bann an ihnen und ihren Städten“ (4. Mose 21, 2 – 3),

d.h. die Juden töteten in Kanaan alles, was da "kreuchte und fleuchte"; sie töteten "Mann und Frau, Kinder und Säuglinge, Rinder und Schafe, Kamele und Esel" (so die Definition von "Bann" in 1. Samuel 15, 3).

Wenn die Juden heute – nach 3500 Jahren – auf das Versprechen Jahwes zurückgreifen, um den Völkermord am Palästinensischen Volk zu rechtfertigen, so ist das so, als wollten wir Deutsche das Ende der jüdischen Weltherrschaft in Erinnerung an den Befehl des persischen Großkönigs Artaxerxes (StzuEster 1, 2-4) zur Ausrottung der Juden anmahnen und so den vermeintlichen – jedenfalls nicht nachweisbaren - Befehl Adolf Hitlers zur "Endlösung der Judenfrage" rechtfertigen.

Aber nicht nur dem palästinenschen Volk schulden wir Dank, sondern auch den jüdischen Führern, die jetzt die Maske fallen lassen und offen über ihre Absichten reden, allen voran dem charismatischen Ex-General Effi Eitam, dem neuen starken Mann in der Regierung Sharon. Dieser hat sich als Quereinsteiger dieser Tage handstreichartig an die Spitze der Nationalreligiösen Partei Israels wählen lassen, in der klaren Erkenntnis, das von dieser Partei die entscheidenden Impulse in Israel ausgehen. Er ist dann sogleich in die Regierung eingetreten, um zu verhindern, daß Sharon "in der Mitte des Flusses Halt macht". [siehe die nebenstehende Übersetzung eines Interviews, das Eitam der Zeitung Le Monde gewährt und das diese in ihrer Ausgabe vom 8. April 2002 veröffentlicht hat.] Die jetzt auf dem Wege befindliche Kriegsführung Israels gegen die Palästinenser trägt seine Handschrift. Im Januar 2002 berichtete die linksliberale israelische Tageszeitung Haaretz (31.01.02) von dem militärischen Plan, den ein Kreis von Ex-Generälen mit Unterstützung der Heeresleitung unter Vorsitz von Effi Eitam erarbeitet hat. Dieser Plan sieht die Wiederbesetzung der Autonomiegebiete, die Vernichtung der palästinensischen Selbstverwaltung sowie eine Verfassungsänderung vor, die den isrealischen Arabern das aktive und passive Wahlrecht nehmen soll. Der Plan empfiehlt auch weitreichende Schritte in anderen Gebieten: Ein aggressives militärisches Angehen gegen die nukleare Bedrohung, die vom Iran ausgehe, sowie eine Intervention in Jordanien, damit dieses zum Palästinenserstaat werde.

Der maßgebliche Einfluß Eitams auf die israelische Politik zeigte sich schon in seiner Berufung in den Stab des Premierministers Scharon zur Vorbereitung des Treffens mit US-Präsident Bush in Washington vom 2. Januar 2002. Es war Eitam, der Stunden vor dem Treffen von Washington aus über den israelischen Rundfunk die Verhandlungsziele der israelischen Delegation formulierte: Man wollte erreichen, daß Arafat mit sehr kurzer Fristsetzung (24 Stunden) ein Ultimatum gestellt werde, 2000 Gewehre und 200 Granatwerfer an die israelische Armee zu übergeben – ein Ultimatum, das Arafat unmöglich erfüllen konnte.

Wir wissen also, mit wem, wo und wann der sich jetzt entfaltende Krieg gegen die Palästinenser beschlossen wurde. Das war vor der Rede Bush’s vor beiden Häusern des US-Kongresses, in deren Verlauf der Präsident die Welt in Gute und Böse einteilte und die Vernichtung der Bösen ankündigte.

Wir schulden dem General Eitam insbesondere deshalb Dank, weil er endlich die religiöse Dimension des Krieges gegen die Völker ausgesprochen und zum Programm erklärt hat. Es gehe um die Errichtung des jüdischen Gottesstaates, der nach seiner Meinung den "psychopathischen" Bevölkerungen in Europa und anderswo in der Welt, die an die "Menschenrechte" und an den "Frieden" glaubten, das Licht bringen und die Existenz Gottes ins Gedächtnis rufen werde.

Nun können wir – ja wir müssen – uns auf das einstellen, was jetzt kommt. Wir befinden uns im Krieg. Es ist der 3. Weltkrieg. In diesem Krieg werden Israel und die USA ihre Atomwaffen einsetzen. Und niemand sage, diese Schurkenstaaten hätten ihr Vorhaben uns nicht angekündigt! Die unmittelbare Folge wird zuerst der moralische Zusammenbruch der USA sein. Ihm folgt auf dem Fuße der Zusammenbruch des globalistischen Finanzsystems dadurch, daß eine Flucht aus dem Dollar in den Euro einsetzt. Der wirtschaftliche Zusammenbruch wird in den USA ethnische Kriege auslösen, die schnell in einen allgemeinen Bürgerkrieg übergehen und den Zerfall der USA herbeiführen werden. Das ist dann die Stunde Europas – hier in erster Linie des Deutschen Reiches – mit der Chance, unter Einschluß von Rußland der Welt eine Neue Friedensordnung zu geben, die auf der wechselseitigen Anerkennung der Völker als Nationen (Personen) beruht und den Weltmarkt nach dem Prinzip herstellt, daß der Austausch über die Grenzen hinweg zu wechselseitigem Vorteil und Nutzen stattfindet.

Bis zum Ende dieses Krieges bleibt das jüdische Volk die Unruhe, die das Räderwerk der Weltgeschichte in Gang hält. Am Ende dieses Krieges werden der Judaismus durch die Deutsche Idealistische Philosophie überwunden, der Pseudostaat Israel von der Landkarte verschwunden und die Juden vom Fluch ihrer Auserwähltheit durch den blutrünstigen Gott Jahwe erlöst sein.

Das Zeitalter der Macht des Geldes weicht dem Zeitalter der Macht des Geistes, die sich – nicht nur im Deutschen Reich – als selbstbewußte Volksgemeinschaft manifestiert. Das ist dann der Deutschen Revolution Zweiter Teil.



Übersetzung aus Le Monde vom 8. April 2002 S. 3

Effi Eitam, Brigadegeneral der Reserve und Mitglied der Nationalreligiösen Partei Israels (PNR)


Effi Eitam (51)

Ariel Sharon

Jerusalem, von unserem Sonderkorrespondenten

Gemäß einer am Donnerstag, dem 4. April, getroffenen Vereinbarung zwischen Ariel Sharon und der Natinoalreligiösen Partei (PNR), soll Effi Eitam am Montag zum Minister ohne Portefeuille ernannt und Mitglied des Sicherheitskabinetts werden. Sein Eintritt in die Regierung der nationalen Einheit gilt nach der Abstimmung im Zentralkomitee der PNR vom 7. April, die ihn an die Spitze der Partei brachte, als sicher. Seine Ernennung trifft allerdings auf den Widerstand einiger Abgeordneter der Arbeiterpartei

Brigadegeneral der Reserve, seit dem 1. Januar in den Reservistenstatus versetzt, ist Effi Eitam (51) der aufgehende Stern der religiösen Ultranationalisten in Israel. Er war der höchstrangige orthodox-religiöse Armee-Offizier, Befehlshaber der israelischen Steitkräfte im Südlibanon von 1998 bis 1999, bis zu dem Zeitpunkt, in dem der seinerzeitige Premierminister, Ehoud Barak, deren Rückzug anordnete, dem sich Eitam widersetzte.

Im (sozialdemokratisch und laïzistisch orientierten ) Kibbutz Ein Gev, in der Nähe von Tiberiad geboren, hat General Eitam im Yom-Kippur-Krieg, Oktober 1973, "den Glauben wiedergefunden". Er lebt in einer Siedlung auf den Golan-Höhen. Er ist verheiratet und Vater von 8 Kindern, von denen zwei gegenwärtig in der Einheit Egoz (Mandel) dienen, jener Elitetruppe, die auf die "gezielte Liquidation" von Palästinensern spezialisiert ist.

Warum treten Sie in die Regierung ein?

Israel, als jüdischer Staat, macht eine existentielle Krise durch und ich glaube nützlich sein zu können.

Welches sind die Momente dieser Krise?

Es gibt deren drei. Zunächst ist da die Gefahr der Massenvernichtung. Im Nahen Osten bemühen sich zwei Staaten um die Ausrüstung mit Massenvernichtungswaffen: Iran und Irak. Nach der Shoa kann das jüdische Volk nicht eine neuerliche Vernichtung riskieren. Das zweite Element ist der Selbstmord-Terror. Israel ist das Versuchsfeld für eine absolut neue Strategie, die in New York angefangen hat, sich gegen die zivilisierten demokratischen Gesellschaften richtet. Wenn Israel über diesen Terrorismus nicht einen endgültigen Sieg erringt, wird die ganze Welt bedroht sein. Schließlich leidet Israel an einer Führungskrise.

Ich trete in die Regierung ein, damit Ariel Sharon nicht auf halbem Wege stehen bleibt.“

Der aufsteigende Stern der Ultranationalisten soll am Montag (den 9. April 2002) für das israelische Sicherheitskabinett nominiert werden.

Wie beurteilen sie die aktuelle Lage?

Das Lande befindet sich im Krieg. Zuerst muß man die Palästinenser besiegen. Diejenigen die meinen, daß ein militärischer Sieg unmöglich sei, irren. Wenden wir die erforderliche Gewalt an und nutzen wir die Zeit, so werden wir den Sieg davontragen. Danach richtet sich das Hauptinteresse Israels darauf, daß die Internationale Gemeinschaft die Besitzer von Massenvernichtungsmitteln ausrottet. Wenn die Internationale Gemeinschaft nicht begreift, daß die Gefahr weltweit besteht, müßte Israel allein die Arbeit tun. Unglücklicherweise wollen in der Welt, und sogar in Israel selbst, bestimmte Kreise unsere Aktion zügeln.

Sie beziehen sich auf die Rede von Präsident Bush?

Die Vereinigten Staaten senden widersprüchliche Botschaften aus. Wir empfinden für sie eine enorme Wertschätzung. Aber Israel ist ein unabhängiger Staat und hat seine Prioritäten. Ich trete in die Regierung ein, damit Ariel Sharon nicht auf halbem Wege stehen bleibt. Das psychopathische Syndrom der Europäer, die sich darauf verlegen, den Mörder Arafat zu retten, ist verblüffend. Auch bei uns gibt es nicht weniger psychopathische Verteidiger der "Menschenrechte" und des "Friedens".

Welche Vorschläge werden Sie dem Sicherheitskabinett unterbreiten?

Wir müssen vier Ziele verfolgen:

1. Die Terroristen töten, vertreiben oder aburteilen. Beginnend mit Arafat.
2. Wir müssen aller Waffen der Palästinensischen Autonomieverwaltung habhaft werden und ihre Infrastruktur zerstören.
3. Die Köpfe säubern, besonders der dem Einfluß des Islam ausgesetzten Jugend; man muß die Indoktrinierung in den Moscheen, in den Schulen und im Fernsehen verbieten.
4. Den Palästinensern sehr deutlich machen, daß auf ewig zwischen dem Meer und dem Jordan es nur die israelische Souveränität geben wird.

Nach Zeugenberichten gibt es Machtmißbräuche der Armee gegen palästinensische Zivilisten.

Nie ist ein Krieg sorgfältiger in dem Bemühen geführt worden, die Zivilbevölkerung zu schonen. Wer kann uns hier belehren? Die Franzosen, nach dem was sie in Algier angerichtet haben? Die Amerikaner in Vietnam, und kürzlich erst in Afghanistan? Die Briten erst recht? Also: Israel ist das moralischste Land der Welt. Die Araber schlachten die seltenen Übergriffe aus. Das sind Feiglinge, die in Kirchen und Hospitälern Schutz suchen.

Wenn der Krieg gewonnen sein wird – was werden Sie dann machen?

Die Palästinenser in ihren Gebieten werden alle Rechte haben, nur nicht die Souveränität, nicht die Staatsbürgerrechte und nicht das Recht, Waffen zu tragen. Am Ende wird Jordanien der Staat der Palästinenser sein. Sie sind dort in der Mehrheit. Ginge es demokratisch zu, hätten sie dort schon die Macht. Die Palästinenser von Judäa und Samaria werden, wenn sie wollen, dorthin aufbrechen, um dort zu leben. Jene, die ohne Staatsbürgerrechte bei uns bleiben wollen, werden das dürfen. Haben Sie in Frankreich nicht auch sechs Millionen Muselmanen, von denen vier Millionen Ausländer ohne Wahlrecht sind?

Worin besteht die "Führungskrise" in Israel?

Der Zionismus träumte von einem "normalen" Staat. Die Juden sollten werden "wie die anderen Völker", in Sicherheit leben in ihrer eigenen Heimstatt - und der Antisemitismus würde verschwinden. Nun, Israel ist für Juden der gefährlichste Ort in der Welt.

Die la_zistische Konzeption des Zionismus ist gescheitert. Um "wie die anderen zu sein" , der 51. Bundesstaat der USA zu sein, hätten die Juden kein Bedürfnis, im Nahen Osten zu leben.

Der einzige Grund, Israel zu sein, ist ein wirklich jüdischer Staat zu sein. Nun, ohne Vision ist die gegenwärtige Führung des Landes unfähig, die dauerhafte Existenz dieses Staates und seine besondere Natur zu rechtfertigen. Seit Jahren herrscht das Paradigma von Frieden in seiner liberalen Bedeutung. Seine zentrale Komponente aber, der Judaismus, ist marginalisiert. Sie muß man in das Zentrum (Herz) unserer Gesellschaft rücken.

Was wird ein „wirklich“ jüdischer Staat sein?

Er wird drei Fundamente haben:

Das Land. Der westliche Teil des Gelobten Landes – vom Meer bis an den Jordan – dort ist der Lebensraum des jüdischen Volkes.

Die Identität. Unsere Geschichte, unsere Kultur, unsere Sprache sind nicht auf McDonald’s zu beschränken.

Die Besonderheit des jüdischen Volkes. Wir glauben an den Herrn der Welt. Die Christen und die Moslems auch – aber sie sind kein Volk. Aber wir. Das ist unsere Besonderheit: Wir sind die einzigen auf der Welt, die mit Gott als Volk ein Gespräche führen. Unser Staat hat der Welt eine Botschaft zu überbringen: die Existenz Gottes der Menschheit in Erinnerung zu rufen.

Wird Israel Or La Goyim, das Licht der Nationen werden?

Wir müssen das Licht für uns selbst sein., und wir werden das Licht der Nationen werden. Die Welt leidet an moralischem Verfall: anstatt frei zu sein, finden sich die Menschen als die Sklaven ihrer Triebe wieder, der Sexualität und der Gewalt. Kraft seiner moralischen Gestalt wird Israel den Weg weisen.

Fühlen Sie persönlich sich mit einer Sendung beauftragt?

Ohne jeden Zweifel. Ich fühle, daß es notwendig ist, eine Kraft neu zu ordnen, die fähig ist, dem Staat Israel eine neue Dimension zu geben, antithetisch zur westlichen Dominanz. Mein Ziel ist es, in Richtung eines wahrhaft jüdischen Staaes zu gehen, aber ohne diesen aufzuzwingen. Ich bin Demokrat.

[Das Interview führte Sylvian Cypel/ Übersetzung: Horst Mahler ]



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